Hamburg Triathlon 17.07.2011 Bericht vom Wettkampf 2011
17.07.2011 Triathlon in Hamburg (Olympische Distanz)
...und wieder ist ein Jahr vergangen, und wir dürfen zum mittlerweile fünften Mal durch die Binnenalster kraulen, über die Elbchaussee radeln und am Alsterufer laufen, um am Ende auf Hamburgs Rathausplatz ins Ziel zu kommen. Soweit die Theorie...
...um ehrlich zu sein, dass Schwimmen durch die Alster ist sowohl im positiven als auch im negativen Sinne etwas Besonderes für mich. Es ist etwas, was nicht jeder tut. Speziell die
1,5 KM Strecke. Es hat etwas faszinierendes unter den Brücken durch zu schwimmen, die man ansonsten mit dem Auto oder zu Fuß überquert, aber es hat eben auch was ekliges und beängstigendes diese Brücken zu durchschwimmen. Aber was soll´s? Bezahlt ist bezahlt, also Augen zu und durch! Gegen 10.00 Uhr fanden Gregor, Matthias und ich mich in der Vorstartzone am Jungfernstieg wieder. Glücklicherweise starteten wir alle in der selben Startgruppe um 10.20Uhr. Wir konnten also etwas länger schlafen als in den Vorjahren, in denen wir meist sehr früh starten mussten!
Die Räder hatten wir eingecheckt und uns in die Neoprenanzüge gezwängt.
Nach dem Abschied von unseren Familien, die wie immer treu an der Strecke Posten bezogen und uns anfeuerten, ging es also los. So richtig weiß man nie wie stark die Teamkollegen sind, und da wir alle zumindest eine ähnliche Zeit schwimmen, weiß man nie genau wer zuerst aus dem Wasser kommt. Gregor bestätigte seine gute Form und schaffte die 1,5KM am schnellsten. Ich brauchte etwa 1,5Min länger und Matthias folgte mir mit 30 Sekunden Rückstand. Eigentlich war ich ganz zufrieden mit meiner Schwimmzeit, aber wenn Gregor bereits vor mir aus der Wechselzone ist, habe ich eigentlich wenig Chancen ihn noch einzuholen. Zu viel Zeit fährt er auf dem Rad heraus, als das ich ihn beim Laufen noch einholen könnte. Deshalb begrub ich die Hoffnung vor Gregor ins Ziel zu kommen sehr schnell und hoffte wenigstens Matthias hinter mir lassen zu können. Der hatte in letzter Zeit nämlich speziell auf dem Rad eine gute Figur gemacht. So kam es auch, dass Matthias mich schnell einholte. Ich blieb ihm aber dicht auf den Fersen und konnte mir relativ sicher sein, ihn beim Laufen abhängen zu können.
Gefühlt fuhr ich sehr langsam, zumal es zeitweise sehr windig war. Die Anstiege der Strecke taten ihr übriges. So fuhr ich hinter Matthias die Radstrecke zu Ende, konnte mich aber in der Wechselzone schnell von ihm absetzen. DANKE MATTHIAS für das Ziehen auf dem Rad, ich glaube ansonsten wäre ich noch langsamer gewesen!
Gregor hatte mittlerweile aus 1,5Min Vorsprung 10Min gemacht, (diese Info bekam ich von meiner Frau zugerufen) so dass die Chancen ihn noch zu überholen sehr gering waren. Gregor hat sich seit unserem gemeinsamen Triathlon Debüt langsam aber sicher im Laufen gesteigert.
Am Ende konnte ich ihm auf der Laufstrecke lediglich 3Min abnehmen, da auch bei mir die Kräfte fehlten. Hätte ich eine Zeit von unter 50Min erreicht, wie ich es mir erhofft hatte, hätte ich Gregor sogar noch einholen können. Aber: Hätte, wenn und aber... Training heißt das Zauberwort, und da ist Gregor mir überlegen, so dass er am Ende mit etwas mehr als 6Min Vorsprung die Ziellinie überquerte. Glückwunsch! Matthias folgte mir mit ca. 9Min Rückstand.
So richtig zufrieden schien hinterher keiner von uns Dreien zu sein. Dennoch genossen wir speziell den Zieleinlauf, bei dem wir von vielen, vielen Zuschauern lautstark gefeiert wurden. Und sind wir doch mal ehrlich: 1,5KM schwimmen, 40 KM Rad fahren und 10KM laufen an einem Stück, das muss man erst mal schaffen!
Es war zwar kein Tag für Rekorde, aber alle gestarteten TCE´ler sind gesund ins Ziel gelaufen, und das ist es was zählt.
Unsere Rekorde können wir auch im nächsten Jahr noch brechen...oder im übernächsten...oder im über-übernächsten...oder im

Gruß von Philipp                                                                                                                                        ...wir sehen uns am 14.08. in Kiel